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Anwaltskosten

Beim Gang zum Anwalt beschäftigt einen naturgemäß die Frage:

Was kostet mich ein Anwalt?

Wir wollen versuchen, Ihnen hier zumindest einen groben Eindruck zu vermitteln, wie ein Anwalt seine Tätigkeit abrechnet. Das anwaltliche Vergütungsrecht ist kompliziert. Daher weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass diese Hinweise keinesfalls die individuelle Beratung hinsichtlich der Anwaltsgebühren ersetzen!  Bitte Sprechen Sie uns diesbezüglich an.

Seit Juli 2006 soll der Anwalt nach dem neu gefassten § 34 Abs. 1 RVG für die außergerichtliche Beratung auf eine Gebührenvereinbarung hinwirken. Daher werden wir mit Ihnen in diesen Fällen eine Pauschalvergütung oder eine Vergütung auf Stundenbasis vereinbaren.

Eine Erstberatung kostet für Verbraucher maximal 190,00 € netto – also ohne Umsatzsteuer.
Die Erstberatung wird als eine „Einstiegsberatung“, als eine pauschale, überschlägige Beratung angesehen.  Es handelt sich also gewissermaßen um eine erste Einschätzung des Anwalts ohne entsprechende Rechtsprechungs- und Literaturrecherche.

Die anwaltliche Dienstleistung berechnet sich prinzipiell nach dem Gegenstands- bzw. Streitwert.

Das RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) legt einerseits anhand der Gegenstandswerte die Anwaltsgebühren fest, andererseits bestimmt es, wie viele Gebühren der Anwalt für bestimmte Tätigkeiten erhält.

Tritt der Anwalt außergerichtlich gegenüber Dritten auf (z.B. dem gegenüber dem Streitgegner oder Behörden), so fällt die sog. Geschäftsgebühr an. Kommt es dann zu einem gerichtlichen Verfahren, fallen die Verfahrensgebühr sowie die Terminsgebühr für die Teilnahme an der Verhandlung an, wobei die Geschäftsgebühr zu hälfte auf die Verfahrensgebühr angerechnet wird.

Wird ein Gerichtsprozess gewonnen, trägt der Gegner sämtliche Gerichts- und Anwaltskosten. Bekommt man nur teilweise Recht, werden alle Kosten zusammengerechnet und im Verhältnis geteilt.

Ein Beispiel:


Wie viele Gebühren anfallen, hängt von der jeweiligen Tätigkeit ab und ergibt sich aus dem sog. Vergütungsverzeichnis (VV) zum RVG.

Nach dem ab 01.08.2013 geltenden Gebührenrecht errechnen sich die Anwaltskosten beispielhaft wie folgt:

Bei einem Streitwert von 1.200 € im Zivilrecht beträgt eine Anwaltsgebühr 115 €.

Für die außergerichtliche Tätigkeit fällt eine
1,3 Geschäftsgebühr an sowie eine Auslagenpauschale in Höhe von 20,00 €

Hinzu kommt die Umsatzsteuer (z.Zt. 19%)

Für die außergerichtliche Tätigkeit errechnen sich so Anwaltskosten in Höhe von

Kommt es danach zu einem Verfahren vor dem Amtsgericht, fällt eine Verfahrensgebühr von 1,3 und eine Terminsgebühr von 1,2  an.

Die  Hälfte der Geschäftsgebühr (bzw. eine 0,65 Gebühr) wird nun auf die Verfahrensgebühr angerechnet.

Hinzu kommt erneut die Auslagenpauschale in Höhe von 20 € sowie

die Umsatzsteuer (z.Zt. 19 %).

Für die gerichtliche Tätigkeit errechnen sich so Anwaltskosten in Höhe von


Insgesamt errechnen sich dann Anwaltskosten
in Höhe von 


1,3 x 115 € = 149,50 €
 Pauschale 20,00 €

19% Umsatzsteuer   32,21 €


Summe (außergerichtlich) 201,71€


1,3 x 115 € = 149,50 €
1,2 x 115 € = 138,00 €


Anrechnung:
(149,50 € x 0,65 =) – 74,75 €

Pauschale 20,00 €


19% Umsatzsteuer 44,22 € 


Summe (gerichtlich)  276,97 €

201,71 €
+ 276,97 €
478,68 € 

 

Landgericht Bremen



 
 

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